Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft

Der Change Hub macht sich für Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft stark. In unserem kurzen Interview verrät unser Geschäftsführer Malte, was sein Verständnis von Co-Creation ist und warum er die intersektorale Zusammenarbeit für zwingend notwendig erachtet.

Malte, der Change Hub steht für Veränderung und Innovation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft. Als besonders bedeutsam erachtet ihr dabei “Co-Creation” – könntest du nochmal erläutern, was du darunter genau verstehst und warum du denkst, dass es für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft so wichtig ist?

Malte: Co-Creation ist für mich ein Prozess, bei dem unterschiedliche Akteure und Interessengruppen organisationsübergreifend zusammenarbeiten, um gemeinsam neue Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, bei denen ein Unternehmen oder eine Organisation allein für die Lösung von Problemen verantwortlich ist, ermöglicht Co-Creation eine Zusammenarbeit, die verschiedene Perspektiven und Kompetenzen bündelt. In der Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist Co-Creation in meinen Augen besonders wichtig, da die Lösung von strategischen Herausforderungen eine interdisziplinäre Herangehensweise erfordert. Wir haben daher auch in unserer Opening-Veranstaltung “Ohne Sozial kein Digital” deutlich gemacht, wie bedeutsam die Zusammenarbeit der Branche z.B. für sozial gestaltete Digitalisierung ist.

Welche Herausforderungen seht ihr im Change Hub für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft und wie kann Co-Creation zu Lösungen beitragen?

Malte: Für die Gesundheits- und Sozialwirtschaft sehe ich eine Vielzahl von Herausforderungen. Ich glaube, dass das disruptive Potenzial in der Branche noch nie so hoch war. Angefangen bei steigenden Kosten für Immobilien bis hin zum Fachkräftemangel, drängenden Finanzierungsfragen sowie dem Bedarf an innovativen und digitalen Lösungen. Bei einigen dieser Herausforderungen braucht es sicherlich wenigstens in Teilen auch eine politische Antwort. Ich glaube allerdings auch, dass Co-Creation in der Branche selbst bereits viele Antworten generieren kann. Viel mehr noch: Co-Creation ist vermutlich sogar Voraussetzung, wenn die Unternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft ihre strategischen Herausforderungen lösen wollen. Durch die Zusammenarbeit von Unternehmen mit anderen Stakeholdern, wie z.B. Patienten oder anderen Nutzern, gemeinnützigen Organisationen oder öffentlichen Institutionen, können innovative Lösungen entwickelt werden, die den Bedürfnissen aller Interessengruppen gerecht werden. Die Einbeziehung der Perspektiven und Ideen von Kunden und Patienten kann dazu beitragen, dass Unternehmen bessere Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Organisationen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft häufig eine große Herausforderung bezüglich der Finanzierung erleben. Co-Creation kann dafür sorgen, dass Ressourcen viel effizienter eingesetzt werden. Es ist doch in der Tat sinnvoller, wenn Organisationen ihre Ressourcen gemeinsam poolen, anstatt dass jede Organisation für sich Zeit, Geld und Talent in die Hand nimmt, um die gleichen Probleme zu lösen. Am Ende profitieren dann nicht nur die Organisationen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, sondern auch alle Nutzer, die auf die Leistungen angewiesen sind.

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Wie sieht die Zukunft von Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft aus?

Malte: In die Zukunft kann ich natürlich auch nicht schauen. Ich denke aber, dass Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen wird. Die Zusammenarbeit von Unternehmen mit anderen Stakeholdern wird immer wichtiger, da die Komplexität und der Bedarf an Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen steigen. Co-Creation bietet die Möglichkeit, die Vielfalt der Perspektiven und Ideen zu nutzen, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen aller Interessengruppen gerecht werden. Der Change Hub wird sich darauf konzentrieren, eine Plattform zu schaffen, auf der diese Zusammenarbeit stattfinden kann und auf der innovative Lösungen entstehen können.

Welche konkreten Maßnahmen ergreift der Change Hub, um Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft zu fördern?

Malte: Wir fördern Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft durch die Organisation von Veranstaltungen und Projekten, die den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Organisationen und anderen Stakeholdern der Branche ermöglichen sowie unser individuelles Beratungsangebot. Wir bringen Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und Expertise zusammen, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln. Darüber hinaus bieten wir Unterstützung und Beratung für Unternehmen, die Co-Creation- und Change-Projekte durchführen möchten, und helfen ihnen dabei, die richtigen Partner und Methoden zu finden.

Wie sieht die Zukunft des Change Hubs aus und welche Ziele habt ihr für die Zukunft?

Malte: Wir wollen weiterhin eine führende Rolle in der Förderung von Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft spielen und unsere Aktivitäten in diesem Bereich weiter ausbauen. Wir wollen noch mehr Organisationen befähigen und andere Stakeholder einbeziehen, um innovative Lösungen für komplexe gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.

Foto: Change Hub.